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Veni Vidi Vicci: Die Espressi von Vicci Caffe im Test

Freitag, Januar 22nd, 2010


Über Andrej und Stefan von der Hambuger Rösterei Kaffeeleben und Ihre Epsressomarke Vicci Caffe haben wir bereits Anfang der Woche geschrieben. Und da wir die drei Espressi der Jungs in dieser und der nächsten Wochen in unserem Shop anbieten, wollen wir Euch natürlich so umfassend wie möglich darüber informieren. Also haben wir uns in die Küche gestellt, die eben reparierte Mühle erstmals wieder angeschmissen, gemahlen und gebrüht (bzw das hat dann die Maschine übernommen) und getestet.

Doch zunächst nochmal kurz zu Vicci Caffe selbst: Der Name ist ungewöhnlich und man denkt sofort an eine italienische Manufaktur oder  einen italienischen Eigennamen. Dabei ist “Vicci” schlicht der Spitzname von Andrejs Bruder…so einfach kann Branding funktionieren. Das Etikett wurde bunt und ansprechend gestaltet – südländische Athmosphäre sollte es verbreiten und das tut es in der Tat. Aber nun schnell zu den Tests:


Espresso gold – der Einsteiger

Der Espresso gold besteht aus 100% ungewaschenen Arabicabohnen aus Brasilien, Indonesien, Kolumbien und Guatemala. Vicci selbst bezeichnet den Espresso als schokoladig, aromatisch mit einem harmonischen Wechselspiel zwischen Säure und Süße, Kraft und Weichheit.

Wir sahen: Gleichmäßige, in einem tollen, dunkelbraunen Ton geröstete Bohnen. Eine recht helle Crema, die aber eine sehr feste Konsistenz hatte und sich schön am Tassenrand festsetzte.

Wir rochen: Ein nussiges, ganz dezent holziges Aroma mit einer leichten, fruchtigen Säure.

Wir schmeckten: Einen herb würzigen Espresso mit mittlerem Körper und einem sehr angenehmen Abgang. Die Säure, die wir noch rochen, nehmen wir im Geschmack fast nicht mehr wahr, was wir aber sehr positiv finden.

Ein schöner Espresso, toll auch für Freunde der Robustabohne da sehr säurearm. Das beschriebene Wechselspiel aus Säure und Süße, Kraft und Weichheit ist absolut zutreffend. Wir empfehlen ihn pur!


Espresso rot – für wagemutige Leichtmatrosen

Der Espresso rot besteht zu 80% aus Arabicabohnen aus Brasilien (Yellow Bourbon Arabica aus Minas Gerais) und Guatemala und zu 20% aus Robustabohnen aus Indien. Vicci selbst bezeichnet den Espresso als aufregend samtig mit einer Kakaonote.

Wir sahen: Dunkel geröstete, schön ölige Bohnen. Eine sehr dichte, karamellige Crema, die ewig hält.

Wir rochen: Ein dezentes Aroma mit einer feinen Säure.

Wir schmeckten: Einen vollen Körper, einen kräftig würzigen Geschmack mit feiner Schokonote und einem langen, starken Abgang.

Ein toller Espresso für die, die es etwas kräftiger mögen. Wir finden, er ist mehr ein Sonntagsespresso, als einer für jeden Tag. Wir mochten ihn auch als Espresso Macchiato.


Espresso schwarz – für raue Burschen

Der Espresso schwarz besteht zu 75% aus Arabicabohnen aus Kolumbien und Brasilien und 25 % Robustabohnen aus Togo. Vicci selbst beschreibt den Espresso als außergewöhnlich, intensiv kraftvoll und mit Ecken und Kanten.

Wir sahen: Sehr satt dunkel geröstete Bohnen mit einer dicken Ölschicht. Toll! Eine wahnsinnige Crema, die sich nie aufzulösen schien.

Wir rochen: Ein würzig, fruchtiges Aroma.

Wir schmeckten: Einen schön fruchtigen (nicht sauren!), leicht nussigen, sehr kraftvollen Geschmack mit einem vollen Körper. Caro schmeckte im Abgang Lakritz, ich Schokolade.

Ein wirklich eckiger und kantiger Espresso für absolute Freunde der starken Shots! Da wir Espressi mit Robustaanteil lieben, mochten wir ihn sehr gerne. Toll kommt er auch im Cappuccino zur Geltung.

Unser Fazit: Wir sahen, wir rochen, wir schmeckten und sie siegten! Eine sehr vielfältige Kombination haben Andrej und Stefan da zusammengestellt. Es macht Spaß jeden der drei Epsressi zu trinken. Auch wenn Caro und ich mehr zu rot und schwarz tendieren…Der Espresso gold wird von Mal zu Mal auch für uns interessanter.

Die drei Espressi gibts bei uns noch bis zum 1.2.2o1o für 5,95 Euro á 250 Gramm oder im Probierset für 14,95 Euro.

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Espresso oder Kaffee? Andrej und Stefan von Vicci Caffe antworten

Montag, Januar 18th, 2010

Süddeutscher Sportmanager trifft Hamburger Röster und dabei heraus kommen drei wunderbare Espressi.
Das ist die Geschichte von Andrej aus Mosbach (rechts), Stefan dem Hamburger und ihrem Vicci Caffe im Zeitraffer. Ausführlich ist sie noch viel spannender:

Andrej war noch nie mit der Kaffeeszene in Berührung gekommen, liebte aber guten italienischen Espresso – und suchte ihn in deutschen Cafés vergeblich. Bei einem Kaffeeseminar in der Hamburger Speicherstadt traf er Stefan. Die beiden kamen ins Gespräch und Andrej erzählte von seiner verzweifelten Suche nach dem perfekten Espresso. Und da sie sich so gut verstanden, wollte Stefan behilflich sein.

Denn Stefan arbeitet seit jeher in der Kaffeebranche und mischt in der deutschen Szene kräftig mit. Mehrere Jahre saß er in der Jury der Barista-Meisterschaft und nahm am Cup of Excellence teil, einem Wettbewerb, bei dem die weltbesten Kaffees ausgewählt werden.

Ein perfekter Partner also, um einen perfekten Espresso zu kreieren. Andrej schmiss seinen Job und los ging es: Die beiden probierten, mischten, rösteten und heraus kamen drei Espressomischungen und die Marke Vicci Caffe, die wir in den nächsten zwei Wochen in unserem Shop anbieten. Inzwischen betreiben die beiden sogar gemeinsam die Rösterei Kaffeeleben.

Wir wollten Andrej und Stefan besser kennenlernen und fragten nach:

Kaffee oder Espresso?
Andrej: Da greife ich lieber zu einem Espresso.
Stefan: Morgens einen Kaffee aus der french press und über den Tag gern Espresso.

Arabica oder Robusta?
Stefan: Lieber einen guten Robusta als einen schlechten Arabica.
Andrej: In einer Espresso Mischung sorgt der Robusta für das gewisse Etwas, das gefällt mir. Wir lieben beide!


Bio oder Fairtrade?
Andrej: In den Ursprungsländern muss sorgfältig und nachhaltig mit der Natur umgegangen werden. Das Gleiche gilt für uns auch. Deshalb ist ein gesteigertes Bewusstsein, ob Bio oder fairtrade, ein Gewinn für uns alle.
Stefan: Beides hat seine Daseinsberechtigung. Allerdings ist für uns wichtig zu wissen, wer unsere Rohkaffees anbaut und verarbeitet. Die Sorgsamkeit in allen Produktionsschritten ist entscheidend für eine gute Kaffeequalität. Nur durch motivierte Pflücker die die reifen Kaffeekirschen ernten, ist die Basis eines hochwertigen Produktes gewährleistet.

Tchibo oder Dallmayr?
Stefan: Beide haben sehr viel für die Kaffeekultur getan, es aber versäumt in der breiten Masse zu veranckern.
Andrej: Auf  jeden Fall frischen Pfefferminztee aus meinem Garten.

Mosbach oder Hamburg?
Andrej: Platz 1 geht an Mosbach aber Hamburg spielt mittlerweile schon Champions League.
Stefan: Heimat bleibt Heimat, daher Hamburg und in Mosbach kann man nicht so weit schauen.

Die Epsressi werden wir natürlich noch sorgfältig testen. Das Ergebnis könnt Ihr im Laufe der Woche hier nachlesen.

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