Posts Tagged ‘French Press’

Coffee-Geeks unter sich: Zu Besuch bei Arne vom Baristablog

Montag, März 8th, 2010

Am vergangenen Wochenende war ich in Berlin. Und was macht man da als echter Coffee-Geek? Man trifft sich mit Gleichgesinnten, ist doch klar! Einer davon ist Arne Preuss vom Baristablog - für uns eine Art Mentor in Sachen Kaffeeverkostung. Da wir, wie schon oft erwähnt, eher die Espressotrinker sind, wollte ich mir bei Arne ein paar Tipps für die richtige Verkostung von Filterkaffees holen - immerhin war Arne mehrere Jahre lang bei einer Coffeeshop-Kette für genau dieses Thema zuständig. Und so trafen wir uns zu einer Art Kaffeekränzchen in seiner neuen Wohnung in Berlin und Arne schmiss die Mühle an!

Arnes neues Schmuckstück: Seine Mazzer.

Es traten ein Kaffee Sidamo und ein Kaffee aus Costa Rica gegeneinander an.


Die Zubereitung erfolgte in der French Press (wie das geht, erfährst Du hier):


Da Arne schon einige Kaffee-Podcasts auf seinem Blog vorgestellt hat, sollte unsere Kaffeeverkostung natürlich nicht ungehört bleiben. Kurzerhand bastelte Freund Mauri unter dem Hochbett eine doch recht improvisierte Sprecherkabine und stellte uns sein dafür sehr professionelles Mikrophon vor die Nase. Und schon ging´s los….

Arne und Mauri

Das fertige Podcast und die Ergebnisse unserer Kaffeeverkostung kriegt ihr in den nächsten Tagen zu hören. Ich habe es selbst noch nicht gehört und hoffe, dass ich mich dabei nicht allzu sehr blamiert habe.

Übrigens: Auch Arne hat über meinen Besuch bei ihm berichtet. Lesen kannst Du´s hier.
Update: Der erste Teil des Kaffee-Podcasts ist online! Zu hören gibt es ihn hier.

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Kaffeezubereitung unplugged Teil 4: Die Vakuumkanne

Freitag, Januar 29th, 2010

Zugegeben: Die Kaffeezubereitung in einer Vakuumkanne hat schon etwas von Chemielabor. Wer jetzt aber sofort bärtige Herren im weißen Kittel mit einem Bunsenbrenner in der Hand vor Augen hat und denkt: Wie un-sexy ist das denn?, den belehrt der Barista von Intelligentsia Coffee aus den USA eines Besseren: Natürlich ist Filterkaffee nicht so “trendy” wie Espresso und natürlich sieht es um einiges cooler aus, wenn man mit Tamper und Siebträger hantiert. Doch auch die Freunde des klassischen Filterkaffees können sich bei diesem Video anschauen, dass man ohne die Verwendung einer elektrischen Filterkaffeemaschine eine durchaus tolle Performance hinlegen kann:

Syphon, Intelligentsia from Department of the 4th Dimension on Vimeo.

Kurzer Exkurs zur Geschichte und Funktionsweise der Vakuumkanne

Für alle, die mehr zu den Hintergründen dieser Art von Kaffeezubereitung wissen wollen, kommt hier ein kurzer Exkurs zur Geschichte und der Funktionsweise der Vakuumkanne.
Bei Wikipedia liest man im Kapitel “Kaffeemaschine” sinngemäß: Bereits im Jahr 1830 wurde die Vakuumkanne erstmals unter dem Namen Glasballon bekannt.
Dabei werden zwei Glasgefäße übereinander angebracht, wobei das untere Gefäß mit Wasser, das obere mit Kaffeemehl gefüllt wird. Erwärmt man nun das untere Gefäß, steigt das Wasser über ein Steigrohr in das obere Gefäß und vermischt sich dort mit dem Mahlgut. Nun löscht man die Flamme unter dem unteren Gefäß, so dass sich dort die Luft abkühlt und ein Unterdruck (Vakuum) entsteht, der das mit dem Kaffeemehl vermengte Wasser durch einen Filter in das untere Gefäß zurückzieht. Aus diesem unteren Gefäß kann der Kaffee nun, nachdem die Apparatur auseinander gebaut wurde, serviert werden.
Mit Maschinen dieser Art gab es viele Unfälle. Man hört von Explosionen und von zerbrochenem Glas, weil die Heizquelle zu spät gelöscht wurde. Trotzdem wurde nach diesem Prinzip eine Reihe unterschiedlicher Kaffeemaschinen hergestellt. Teilweise wurden dabei die beiden Behälter nicht über- sondern nebeneinander angebracht und mit einem Kippmechanismus versehen, der den dazugehörigen Spiritusbrenner automatisch auslöschte.

via

In Deutschland gewannen im 20. Jahrhundert die gläsernen Vacuum-Bereiter im Design der Bauhaus-Künstler (nein, die Jungs hatten nichts mit dem allseits bekannten Heimwerkermarkt zu tun) unter dem Namen Sintrax eine größere Verbreitung. Ebenfalls verbreitet waren die elektrischen Geräte, die Rowenta in den 1950er Jahren verkaufte. In den letzten 30 Jahren kamen solche Geräte vor allem von dem dänischen Hersteller Bodum. Das aktuelle Modell “Pebo” kostet 59,90€.

Übrigens: Wer sich für andere Unplugged-Methoden der Kaffeezubereitung interessiert, hier haben wir über Kaffee aus der French Press oder aus der Karlsbader Kanne und hier über Espresso aus der Moka Express berichtet.

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Push it Darling! Kaffeezubereitung mit der French-Press

Samstag, Juni 13th, 2009


Bild via Ballistik Coffee Boy

Das Karlsbader Kännchen, der italienische Espressokocher Moka Express oder der klassische Rundfilter-Aufsatz auf der Kaffeekanne - es gibt zahlreiche “Unplugged”-Methoden seinen Kaffee (oder Espresso) auf möglichst gelungene Weise in die Tasse zu bugsieren und ein leckeres Ergebnis zu erhalten. Unsere französischen Freunde, die in der Welt eigentlich nicht unbedingt für Ton angebende Kaffee-Kultur bekannt sind, haben sich dazu einen echten Klassiker einfallen lassen: Die French-Press. Gesehen hat sie wahrscheinlich jeder schon mal - sogar Ikea bietet ein Modell an, von dem wir aber eher abraten würden. Doch wer hat sie eigentlich schon mal für die eigene Kaffeezubereitung genutzt? Oder vielmehr: Wer hat sie schon mal richtig genutzt? Für alle, die zwar große Verehrer des “französischen Pressens” sind, mit dem Endergebnis ihrer bisherigen Bemühungen aber noch nie so wirklich zufrieden waren: Hier kommt die Anleitung zum richtigen Umgang mit der French-Press!

Da der Aufguss hier ohne Filter erfolgt, gebt ihr das Kaffeepulver beherzt direkt in die Kanne, und zwar einen gehäuften Portionierlöffel pro Tasse (etwa 113 Gramm). Hört sich einfach an, aber leider befindet sich an dieser Stelle schon die erste kleine Falle, die man umgehen sollte: Das Kaffeepluver sollte nämlich grob gemahlen sein - sonst schlüpft es durch den Metallfilter und ihr habt ein Schneegestöber vom Feinsten in eurem Kaffee. Außerdem gilt hier: Je gröber die Kaffeestücke, desto größer ist ihre “Angriffsfläche” zur Extraktion. Und: Das Pulver möglichst direkt nach dem Mahlen verwenden!

Ist das Pulver in der Kanne, gießt man einen Teil des erhitzten Wassers (Temperatur etwa 90 Grad)auf und rührt das Pulver mit einem Löffel vorsichtig ein. Erst wenn sich nur noch goldgelber Schaum auf der Oberfläche tümmelt, wird das restliche Wasser aufgegossen. Anschließend sollte der Kaffee zwischen 2- 3 (kleine Kanne) und vier Minuten (große Kanne) ziehen, so kann man den Stärkegrad des Kaffees ganz einfach nach dem persönlichen Geschmack variieren. Jetzt den Filter herunterdrücken, und zwar gleichmäßig!

Generell unterscheidet sich der Geschmack des Kaffees aus der French-Press von Filterkaffee, da zum Beispiel die Kaffeeöle nicht im Papierfilter hängenbleiben, sondern weiter in der Flüssigkeit enthalten sind.

Übrigens: Nach der gewünschten Ziehzeit den Kaffe aus der French-Press in ein anderes Behältnis umfüllen damit der Kaffee nicht fröhlich immer weiter zieht. Merci und Vive la France!

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