Posts Tagged ‘Black Pirate Coffee Crew’

Proof Your Fanship! oder: Was macht Piratenkaffee an der TU München?

Mittwoch, Februar 10th, 2010

Gründet man ein Start-Up, melden sich bereits in der Sekunde des Launchs die ersten Kritiker zu Wort. Echte Fans zu finden, dauert dagegen schon etwas länger.
Dass sich auch der Lehrstuhl für Medizintechnik der TU München unter den Neu-Piraten an Bord der Black Pirate Coffee Crew befindet und sich für unsere Kaffees interessiert, erfuhren wir gestern durch eine nette Email mit angehängtem Kaffeetest. Doch eins nach dem anderen.
Ein Mitarbeiter des Lehrstuhls hatte privat bei uns Kaffee bestellt und diesen dann mit ins Büro genommen, um auch die Kollegen am Koffein-Rausch teilhaben zu lassen. Und da sich Professoren, Doktoranden und Studenten zwischen wissenschaftlichen Fachartikeln und Vorlesungen anscheinend gerne mal die ein oder andere Tasse Kaffee zu Gemüte führen, veranstalteten die Jungs und Mädels des Lehrstuhls kurzerhand einen „Battle of the Beans”. Unsere Kaffees cast off, swabbie!, ready to board, lubber? sowie unser Espresso stand up, mate! traten an gegen Klassiker wie den Caffè Variation von Jacobs, den Tchibo Espresso Mailänder Art und den Intermezzo von Segafredo.
Wie wir dabei abgeschnitten haben, seht ihr im liebevoll ausgewerteten und gestalteten Block-Diagramm.

Natürlich wird an einem Lehrstuhl auch bei einem Kaffeetest nicht auf einen wissenschaftlich-professionell anmutenden Titel verzichtet und so heißt der Battle of the Beans im Akademiker-Jargon „Empirische Kaffeegeschmacksstudie am Lehrstuhl für Medizintechnik”. Eine größere Ansicht der Auswertung findest Du hier.

Dass der Lehrstuhl seinen Kaffee aus einem Saeco Vollautomaten bezieht, dazu sagen wir an dieser Stelle mal lieber nichts. Immerhin wird das gute Stück ab sofort mit dem Test-Gewinner, nämlich bestem Bio-Kaffee in Form unseres Schümli cast off, swabbie! befüllt - denn zusammen mit der Email ging auch gleich die erste Großbestellung der Medizintechniker bei uns ein.
Wir lassen die Säbel klirren, sagen Danke und wissen unser schwarzes Gold in guten Händen, denn auf der Lehrstuhl-Website steht es klar und deutlich: “Unser Lehrstuhl beschäftigt sich in Schwerpunkten mit biokompatiblen Werkstoffen…” Na dann ist ja alles klar, oder?

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Welcher Espressotyp bist Du?

Montag, Februar 1st, 2010

Ohne Dir viel Kaffee Know-How aneignen zu müssen kannst Du, lieber Leser, diese Frage ganz einfach beantworten. Denn nach unserer fachmännisch recherchierten Studie gibts nur zwei Epsresso-Typen:
Den Lavazza-Trinker und den Illy-Trinker! So einfach ist das.

Skurril? Nein gar nicht, denn die beiden italienischen Kaffeeunternehmen kennt jeder, der schonmal eine Kaffeetasse in der Hand gehalten hat. Und genau darum nehmen wir kühn an, dass jeder der gerne ab und zu Espresso trinkt, sagen kann, ob er nun Illy oder Lavazza lieber mag.
Lavazza-Kaffees enthalten nämlich fast immer einen Anteil an Robustabohnen. Die Espressi von Illy setzen sich jedoch ausschließlich aus Arabicabohnen zusammen.

Und da haben wir sie schon, die beiden Kaffeetypen:

Der eine mag es lieber würzig und kräftig, säurearm und mit einem vollen Körper. Das ist der Lavazza-Freund.
Der andere mag es lieber fruchtig, säurehaltig und weniger bitter. Das ist der Illy-Freund.

Mein Selbsttest hat gezeigt: Bevor ich tiefer in die Kaffeematerie einstieg, habe ich mir tatsächlich regelmäßig Espresso von Lavazza gekauft. Ohne jemals von einem Unterschied zwischen Arabica- und Robustabohnen gehört zu haben. Und tatsächlich: Wie hier im Blog schon oftmals erwähnt, trinke ich lieber säurearme, kräftige Espressi mit einem Robustaanteil. Verrückt!

Und welcher Espresso-Typ bist Du?

Allgemein wird von einem Großteil der Laien und sogar der Kaffeekenner die Arabicabohne als das Non-Plus-Ultra des guten Kaffees gelobt. Darum bin ich sehr gespannt, ob sich auf wedrinkcoffee mehr Arabica- oder Robustafreunde tummeln.

Kommentieren und leckeren Espresso gewinnen:

Kommentiere unter diesem Artikel, warum Du ein Verfechter der reinen Arabica-Espressi bist oder warum gerade nicht! Der schönste Lavazza-Kommentar bekommt einen Beutel unseres Espressos stand up, mate! aus 70% Arabica- und 30% Robustabohnen. Der schönste Illy-Kommtar bekommt unseren neuen Espresso hoist the sails, sweetie! aus 100% Arabicabohnen. Los geht’s!

P.S.: Liebe Kaffee-Experten! Bitte entschuldigt, wenn diese Kaffeestudie in Euren Augen möglicherweise etwas plakativ daher kommt. Natürlich können auch Espressi aus 100 Prozent Arabicabohnen dunkel geröstet und damit frei von Säuren sein. Doch ich denke, Ihr vesteht was wir meinen…

PPS.: Ein Dank an Pia, der Erfinderin der beiden Espressotypen :-)

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Turm Kaffee Tosca Espresso und Sirocco Kaffee Platinum Espresso im Test

Montag, Januar 11th, 2010

Bei uns an Deck weht derzeit die Schweizer Flagge. Getreu unseren Vorsätzen für´s neue Jahr: Mehr Genuss für unsere Crew, gibt es in dieser Woche zwei echte Kaffee-Schätzchen aus dem Land von Käse und Bergen. Und weil wir Euch nicht die Katze im Sack verkaufen wollen, haben wir die beiden Kaffees getestet und stellen sie Euch hier genauer vor.

Turm Kaffee Tosca Espresso

Schon seit 1761 veredelt Turm Kaffee aus St. Gallen nur die besten Rohkaffeebohnen aus verschiedenen Provenienzen im traditionellen Trommelröstverfahren. Das Röstgut wird schonend zwischen 18 und 22 Minuten goldbraun mit ansteigender Hitzezufuhr geröstet, so dass die unerwünschten Säuren abgebaut werden und nur noch die besten Aromen mit einer herrlichen Crema zurück bleiben.

Die Provenienzen in der Espressomischung Tosca stammen aus der Ernte 2008/2009 und setzen sich wie folgt zusammen: gewaschener Arabica aus Guatemala, gewaschener Arabica aus Costa Rica, ungewaschener Arabica aus Brasilien, gewaschener Arabica von der indonesischen Insel Sumatra sowie ein Schuss gewaschener Robusta von der indonesischen Insel Java.
Der Packung liegt ein ausführliches Informationsblatt bei, was wir nicht unerwähnt lassen wollen: So viele Informationen so übersichtlich aufbereitet findet man selten!

Doch zurück zum Wesentlichen: Wie schmeckt das gute Stück?
Gleich vorneweg: Sehr gut! Man merkt, dass hier Könner am Werk waren und, dass die Bohnen sehr hochwertig sind. Das Röstbild ist mittel-dunkel, gleichmäßig und die Bohnen sind leicht ölig.
In der Tasse überzeugt der Espresso mit einem würzigen Aroma, einem gehaltvollen Körper und einer leichten Säure. Trotz seiner Stärke ist er nicht aufdringlich und die Crema zeigt Tigerfell, wie es sich gehört.

Alles in allem eine sehr runde Sache und der deutlich schokoladige und lang anhaltende Nachgeschmack ist mehr als angenehm.
Ach ja, die noch kurz zum Schluss: wir haben einen mittel-feinen Mahlgrad gewählt.

Sirocco Kaffee Platinum Espresso

Leider bietet die Website von Sirocco nur sehr wenig Informationen zur Herkunft ihrer Kaffeebohnen und auch auf der Packung ist nur das Folgende zu lesen: Eine erstklassige Mischung aus edlen Arabica-Kaffeesorten, speziell ausgesucht und direkt aus den besten Anbaugebieten importiert. Unter Einhaltung höchster Qualitätsnormen in der Schweiz geröstet. Alles weitere scheint wohl Betriebsgeheimnis zu sein.
Woher genau die Bohnen kommen, wissen wir also nicht. Wir drücken aber gerne ein Auge zu, denn das, was Sirocco uns da verkauft, ist wirklich erstklassig: Wir öffnen die Dose und schauen auf ein schönes, einheitlich dunkles Röstbild mit sehr öligen Bohnen. Sofort bemerkbar macht sich ein angenehm voller würzig-nussiger Geruch - wir schnuppern ausgiebig, bevor wir die Bohnen in die Mühle füllen.
Auch hier wählen wir wieder einen mittel-feinen Mahlgrad, minimal feiner als beim Turm Kaffee. Nach der Extraktion sehen wir eine Wahnsinns-Tiger-Crema mit einem schön hellbraun-karamelligen Farbton. Das Aroma ist angenehm dezent. Durch die dunkle Röstung ist die Säure der Arabicas nur noch in den Geschmacks-Spitzen bemerkbar und der Abgang ich weich und rund.

Innerhalb unseres “Kaffeetester-Teams” waren wir uns uneinig, welcher von beiden der Bessere ist. Mir selbst hat auf jeden Fall der Espresso von Turm Kaffee besser geschmeckt, ich bin aber auch ein großer Verfechter von zumindest einem kleinen Anteil Robusta-Bohnen in einem guten Espresso. Annika und Veronica fanden dagegen den Sirocco besser.

Wie auch immer - beide Espressi sind auf jeden Fall ein besonderes Geschmackserlebnis, bei denen man die Sorgfalt und das Können bei der Auswahl der Bohnen und ihrer Röstung sehen, riechen und schmecken kann.

P.S.: Ihr bekommt beide Mischungen noch vom 11. bis zum 18.01.2010 bei uns an Bord.

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Weihnachtsgrüße von den Kaffeepiraten

Mittwoch, Dezember 23rd, 2009

Liebe Kaffee- und Piratenfreunde,

wir wünschen Euch schöne Feiertage in Euren Heimathäfen!

Zwischen den Jahren werden wir uns nochmal kurz bei Euch melden, Freitag pausiert wedrinkcoffee aber.

Frohe Weihnachten und ein besinnliches Ahoi senden die Kaffeepiratinnen

Caro und Annika

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Last christmas…

Montag, Dezember 21st, 2009

via lucy james
Letztes Jahr war noch alles anders. Caro war PR Beraterin in Frankfurt, ich war noch beim startup betterplace in Berlin. Wir beide hatten schon lange im Hinterkopf, uns irgendwann selbständig zu machen. Dieses Jahr hat es endlich geklappt. Mit der Black Pirate Coffee Crew haben wir ein Konzept gestartet, mit dem wir uns ganz leicht identifizieren können. Und die Umsetzung macht bisher einen riesen Spaß.
Nach etwas über zwei Monaten im Netz haben wir schon einiges dazu gelernt. Ich kann endlich Photoshop bedienen und Newsletter schreiben. Caro weiß, was das Wort Plesk bedeutet und welche Hashtags auf Barcamps besonders gut ankommen. Veronica packt und etikettiert wie verrückt Kaffees und Firmenbestellungen. Inzwischen haben wir sogar ein Faxgerät, was aber nur manchmal funktioniert… Eine hochprofessionelle Piratencrew sind wir also und hoffen, dass es im nächsten Jahr weiter stetig bergauf geht. Jetzt legen wir erstmal am Heimathafen an und werfen den Anker. Bis Neujahr wird es windstill auf See und wir Piraten lassen die vergangenen Monate nochmal Revue passieren.
Für die, die noch etwas bestellen möchten:
Bis Mittwoch werden die letzten Pakete gepackt und zur Post gebracht. Gutscheine können noch bis inklusive 23.12. bestellt und bezahlt werden – bestellt Ihr elektronische Gutscheine, schicken wir Euch einfach eine Druckvorlage und Ihr legt sie umgehend untern Baum. Für Bestellungen, die wir heute nicht mehr zur Post bringen können wir leider nicht mehr garantieren, dass sie bis Heilig Abend ankommen.
Nach den Feiertagen, also ab dem kommenden Montag sind wir wieder an Bord und schippern weiter..immer auf der Suche nach den besten Kaffeeschätzen.

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Knast-Kaffee: Die wohl ungewöhnlichste Rösterei Deutschlands

Montag, Dezember 7th, 2009

Eine der verrücktesten Kleinröstereien der Republik befindet sich in der Justizvollzugsanstalt Hünfeld. Die JVA Hünfeld ist die erste teilprivatisierte Justizvollzugsanstalt in Deutschland mit Arbeitsplätzen für 200 Gefangene. Seit März 2007 stehen dort ausgewählte Gefangenenhilfskräfte am Röster und produzieren unter dem Motto „Freiheit für die Sinne“ die erste JVA-eigene Kaffeemarke namens Bohne No. 1. Ein Teil des Erlöses wird an den Weißer Ring e.V. für Opfer von Kriminalität gespendet.

Wir fanden die Geschichte so spannend, dass wir Euch den Kaffee nicht vorenthalten wollten und verkaufen ihn deshalb diese Woche (7.12.-13.12.) exklusiv für unsere Mitglieder an Bord.
Doch bevor ihr nun alle unser Schiff entert, könnt ihr hier noch ein wenig mehr zur ungewöhnlichsten Rösterei Deutschlands lesen.

Die Firma Serco übernahm 2007 den Betrieb der Justizvollzugsanstalt Hünfeld und auch seine Werkstätten, in denen in der Regel einfachste Dienste erledigt werden wie Wäsche bügeln oder Besen zusammen basteln. Serco war sicher, die Gefangenen könnten auch profissioneller arbeiten und die Werkstatt privatwirtschaftlich betreiben: Und gründete eine Gefängnisrösterei.

Die Rohkaffees für die Bohne No. 1 kommen aus Mittel- und Südamerika, teilweise werden die Blends mit Äthiopischem Mokka und Robusta-Bohnen aus Indien verfeinert. Geröstet wird im Trommelröster im schonenden Langzeitverfahren mit einer Röstdauer von 18 bis 20 Minuten. Einige Kaffee-Kreationen von Bohne No.1 werden übrigens ganz stilecht nach berühmten Gefängnis-Inseln benannt. Bei uns an Bord gibt es diese drei Sorten:

Kaffee Alcatraz: kräftige Kaffeemischung mit vollem Aroma aus 50% brasilianischem Santos und 50% Robusta-Bohnen aus Indien. Zum Namensgeber dieses Kaffees muss wohl nichts mehr gesagt werden, denn die berühmteste Gefängnis-Insel der Welt kennt ja wohl jeder - so wahr uns der gute alte Al Capone helfe!

Espresso Pianosa: Traditionelle Kreation, typisch italienisch geröstet mit einer schönen Crema. Die säurearme Mischung besteht aus 50% brasilianischem Santos sowie 25% Arabica-Bohnen aus Kolumbien und 25% Robusta-Bohnen aus Indien.
Namenspate für diesen Espresso ist eine kleine Insel im Mittelmeer, ca. 14 km südlich der Insel Elba und 26 km vom italienischen Festland entfernt (Provinz Livorno). Auf Pianosa existierte etwa 150 Jahre lang ein Hochsicherheitsgefängnis, das 1998 geschlossen wurde. Bereits zur Römerzeit wurden “Verbannte” auf die nur ca. 2m² große Insel geschickt.

Bio-Espresso Bonga Forest: Mit Sicherheit die Perle unter den Blends von Bohne No. 1. Der Espresso besteht aus 100% wild gewachsenen Arabica-Bohnen aus den Regenwäldern des äthiopischen Bonga Forest.

Trinke Kaffee und tue Gutes

Beim Kauf von Bohne No. 1 kriegt man nicht nur guten Kaffee, sondern kann gleichzeitig auch Gutes tun: Ein Teil des Erlöses jeder Packung geht nämlich an die bundesweite Hilfsorganisation Weißer Ring e.V., die Opfer von Kriminalität und deren Familien unterstützt.

Also ihr Kaffeepiraten da draußen, kommt an Bord und nehmt die Bohne No. 1 einmal genauer unter die Lupe!

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Warum in guten Kaffee ein guter Zucker muss

Mittwoch, Dezember 2nd, 2009

Zucker ist eines der meist konsumierten Lebensmittel unserer Zeit. Leider wird meist minderwertiger, industriell hergestellter Raffinade-Zucker aus Zuckerrüben verwendet. Dieser Raffinade-Zucker wird qualitativ hochwertigen Speisen und Getränken oftmals nicht gerecht, da er über keinerlei geschmacklichen Nuancen verfügt. Besonders qualitäts- und geschmacksbewusste Konsumenten bemängeln dies immer häufiger. Ganz anders verhält es sich dagegen bei Rohrzucker:

Beim Kaffeetrinken stellten wir fest, dass verschiedene hochwertige Rohrzucker den Geschmack eines Espressos oder einer Tasse Kaffee verfeinern und sogar optimieren können. Auf die Idee wurden wir gebracht, als wir bei einem Kleinröster einen Espresso Bonga Forest bestellten. Der Kellner stellte ein Schälchen Vollrohzucker neben unsere Tassen und meinte: “Wenn Sie etwas davon in den Espresso tun, unterstreicht das seine fruchtige Note.” Und tatsächlich, er hatte recht!

Wir fanden es faszinierend für verschiedene Kaffeemischungen und Zubereitungen den jeweils optimalen Zucker zu finden und entwickelten kurzerhand eine eigene Zuckermarke für unsere Kaffees:

den le chou Premium Sugar in drei Sorten

Alle Zucker stammen aus kontrolliert biologischem Anbau von ausgewählten Plantagen und zählen zu den besten der Welt. Im Sortiment finden sich ein Vollrohrzucker aus Ecuador, ein Rohrohrzucker aus Argentinien sowie ein Demerara Zucker aus Paraguay.

Ecuador: Vollrohrzucker für einen schnellen Espresso

Der Vollrohrzucker aus Ecuador ist ein hellbrauner, sehr feiner Zucker mit einem charakteristischen karamelligen Melassegeschmack und einer relativ hohen Feuchtigkeit. Im Gegensatz zum weit verbreiteten Weißzucker, der als chemisch reines Konzentrat zu fast 99,9 Prozent aus Saccharose besteht, enthält unraffinierter Vollrohrzucker noch einige Begleitstoffe wie zum Beispiel Mineralstoffe, Vitamine und organische Säuren. Der Vollrohrzucker verfeinert die Bitterstoffe des Espressos und unterstreicht seine fruchtige Note, ohne ihn jedoch merklich zu süßen.

Argentina: Rohrohrzucker für den Schümli-Kaffee

Der Rohrohrzucker aus Argentinien besitzt eine feine weiße Körnung und zeichnet sich durch einen milden Geschmack aus. Im Unterschied zu Vollrohrzucker durchläuft der Zuckerrohrsaft beim Rohrohrzucker nach dem Pressen noch eine Raffinationsstufe. Mit seiner milden Note eignet sich Lechou Argentina Raw Cane Sugar besonders zum Verfeinern von leichten Kaffeesorten wie etwa dem Schümli, der mit einem Schuss Kaffeesahne serviert wird..

Paraguay: Demerarazucker für den Single Origin Filterkaffee

Demerara ist ein Überbegriff für eine spezielle Art von Rohrzucker, der aus großen Kristallen besteht und einen Melassegehalt von ca. 2 bis 3 % aufweist. Die Kristalle des Lechou Demerara besitzen die Klasse „extra fein“  und begleiten den vollmundigen Geschmack unseres Peru Kaffees.

Was kommt bei Euch in Espresso, Kaffe & Co.? Zucker, Süßstoff, gar nichts?

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Jamaica Blue Mountain - Kaffee und Kult zugleich

Montag, November 30th, 2009

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Die Adventszeit hat gerade begonnen, Weihnachten ist nicht mehr weit und so langsam wird´s auch uns Kaffeepiraten warm um´s Herz. Deshalb haben wir einen unserer größten Schätze aus der Schatzkammer geholt und ihn am gestrigen 1. Advent getestet: Echter Jamaica Blue Mountain Coffee, den wir von einem befreundeten Röster geschenkt bekommen hatten.
Gemahlen haben wir das Goldstück mit einer Zassenhaus Heidelberg und zwar relativ grob, also genau passend für die Zubereitung in der French Press. Wir haben 12 Gramm Pulver pro Tasse genommen, was bei einem durchschnittlichen Preis von 11 € pro 100 Gramm schon eine leicht luxuriöse Angelegenheit ist.
Das Wasser hatte eine Temperatur von 94 Grad beim ersten Aufguss. Da wir es nicht in einem Schwall, sondern in kleinen Abständen über das Kaffeemehl gegossen haben, ließ diese Aufgusstemperatur natürlich entsprechend nach. Nach vier Minuten Ziehzeit war es dann soweit.
Andächtig nippten wir an unseren Kaffeetassen und zogen eine erste Zwischenbilanz: Als absolute Espressotrinker, waren wir von der ungewohnten Milde geschmacklich zuerst etwas unterfordert. Aber der tolle Körper und der lange Abgang überzeugten uns obwohl wir dem “Kaviar unter den Kaffees” eigentlich etwas skeptisch gegenüber stehen.
Natürlich ist der Jamaica Blue Mountain ein Spitzenprodukt! Dennoch hat sein Ruf, der beste Kaffee der Welt zu sein, eine große Eigendynamik entwickelt und stellt andere, ähnlich herausragende Spezialitätenkaffees aus vielen verschiedenen Anbaugebieten der Welt damit (unverdient) in den Schatten. Aber auf alle Fälle ist er es Wert, einmal probiert zu werden.

Für alle, die mehr über den König der Kaffees erfahren wollen, haben wir hier ein paar kurze Fakten zu Geschichte, Geschmack und Herkunft zusammengetragen:

Die Geschichte

Da es hier um Kaffee und nicht um Geschichte geht, die Fakten zu seiner Entstehung in einem Satz kurz zusammengefasst: Der Engländer Sir Nicholas Lawes brachte im Jahre 1728 einige Arabica-Pflanzen aus der französischen Kolonie Martinique mit nach Jamaika. Aufgrund des dortigen perfekten Klimas für den Kaffeeanbau, entwickelten sich die Pflanzen prächtig und legten damit den Grundstein einer erstaunlichen Erfolgsgeschichte, die zum damaligen Zeitpunkt wohl niemand vorhergesehen hätte.

Das Anbaugebiet

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Die Kaffee-Plantagen liegen im östlichen Teil der Insel Jamaika, in den namensgebenden Blue Mountains. Das Anbaugebiet liegt in einer Region von ungefähr 600 bis zu 2.000 Metern über dem Meeresspiegel im Schatten von Obstbäumen. Durch den Nebel in den Hängen der Berge entsteht ein einzigartiges Mikroklima, das den Wachstumsprozess der Kaffeepflanze verlangsamt und gleichzeitig den Reifeprozess in die Länge zieht (genau wie bei anderen Hochland-Kaffees auch). Neben der langen Reifezeit, nimmt auch der vulanische, sehr nährreiche Boden in diesem Gebiet großen Einfluss auf das spezielle, von Kaffee-Gourmets so geschätzte Aroma.
Dieses außergewöhnliche Aroma in Verbindung mit der geringen Ertragsmenge sowie den schwierigen Bedingungen bei der Ernte, machen den Jamaica Blue Mountain zur teuersten Kaffeesorte weltweit.
Der Jamaica Blue Mountain kommt meist von kleinen Plantagen, natürlich wird er ausschließlich von Hand geerntet und seine Qualität wird vom ,,Coffee Industry Board of Jamaica’’ streng kontrolliert. Anders als andere Kaffees wird er, wie Wein, in Holzfässern und nicht in Säcken verschifft.
Leider haben die Jamaikaner selbst nur wenig von ihrem Kaffee. Die Nachfrage weltweit ist derart groß, dass der Großteil exportiert werden muss. Natürlich versuchten auch andere Kaffee-Produzenten, sich ein Stück von diesem gewinnträchtigen Kuchen abzuschneiden, gaben ihren Rohkaffeebohnen ähnliche Namen und packten sie in Holzfässer. Fakt ist aber, dass sich nur Kaffee aus exakt dem Gebiet der Blue Mountain Region auch Jamaica Blue Mountain nennen darf. Alle anderen sind nur billige Plagiate.

Der Geschmack

Das Ergebnis des langsamen Reifeprozesses auf Vulkangestein ist eine leicht bläulich schimmernde Bohne, die aufgrund ihrer hohen geschmacklichen Qualität sortenrein getrunken werden sollte. Das Bouquet schwankt zwischen süß und leicht säuerlich und ist dabei fruchtig mit einem Anflug von Schokolade und Nuss. Sein Aroma klingt am Gaumen noch lange nach. Der Gesamteindruck ist mild und die einzelnen Geschmacksbestandteile sind sehr ausgewogen, nichts überwiegt oder dominiert einseitig.

Das Rösten

Nur Röstereien, die über sehr viel Erfahrung und Können verfügen, sollten den Jamaica Blue Mountain rösten und auf den Markt bringen. Die Bohne sollten nicht zu dunkel geröstet werden, um genau das richtige Maß an Fülle und Körper hervorzuholen, das nur dieser Kaffee in sich trägt. Natürlich sollte der Jamaica Blue Mountain ausschließlich im Trommelröstverfahren bei geringster Hitze schonend verarbeitet werden. Das dauert zwar bis zu viermal länger als die Schockhitze-Verabreichung industrieller Röstverfahren, garantiert aber atemberaubende Aromagüte bei bester Bekömmlichkeit.

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Die Kaffeepiraten auf dinner-auction

Freitag, November 27th, 2009

Auf unseren Schatzsuchen und Expeditionen haben wir nicht nur viele tolle Kaffees gefunden, sondern auch jede Menge Kaffeewissen angesammelt.
Geben wir doch etwas davon ab, haben wir uns gedacht und dem kulinarischen Online-Auktions-Portal dinner-auction ein paar Gastbeiträge für die Kolumne „coffee-break“ zur Verfügung gestellt. Dort kann man ab sofort lesen, was wir zum Thema Bohne, ihrer Zubereitung und ihrem Genuss zu sagen haben.
Dabei haben wir auf Kaffee-Fachchinesisch verzichten – schließlich wollen wir Euch nicht langweilen, sondern nur ein wenig zum qualitätsbewussten Kaffee-Genuss beitragen.

Die Dienstleistungsplattform dinner-acution ist, genau wie wir, ein Start-Up und in schmackhafter Mission unterwegs. Anfang 2009 starteten Simon Melsheimer und Dirk Freise das Konzept: „Restaurants können auf unserer Plattform, ähnlich wie bei den ebay-Online-Shops, aktiv und selbständig ihre Umsätze steigern indem sie ihre Gerichte, Gutscheine oder Bonuscoupons versteigern. Und unsere Mitglieder profitieren von einem breit gefächerten Auktionsangebot sowie von vergünstigten Preisen,“ beschreibt Simon die Kernidee von dinner-auction.

Das Portal funktioniert also nach dem Vorbild bestehender Online-Auktionshäuser, setzt sich aber durch die Branchenkonzentration sowie einem umfangreichen redaktionellen Content zu kulinarischen Themen von ihnen ab. Der Magazinteil der Seite beinhaltet Kolumnen, Restaurantkritiken oder Interviews mit Köchen. Ein Lexikon erklärt kulinarische Begriffe und ein integriertes Blog informiert außerdem über aktuelle Themen aus der Restaurant-Szene und allem Drumherum. Momentan ist vor allem die Berliner Gastro-Szene auf dinner-auction vertreten, aber auch andere deutsche Städte erweitern ihr Auktions-Angebot täglich.
Wer also schon vor dem Essen ein paar Kalorien verbrennen will, sollte unbedingt an einer der Auktionen teilnehmen, denn das kennt man ja schon von ebay: 3…2…und dann wird´s spannend!

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Warum ein Totenkopf nichts mit Gift zu tun haben muss…

Mittwoch, November 18th, 2009

Auf jeder Piratenflagge ist er zu sehen: Der Totenkopf. Grimmig und abschreckend soll er wirken, bei den meisten Leuten ruft er Assoziationen mit Gift oder zumindest wenig Erfreulichem hervor. Wie kommt man also als Anbieter von Kaffeespezialitäten dazu, einen ebensolchen ins Firmen-Logo zu integrieren?

„Wir wollen mit dem Konzept der Black Pirate Coffee Crew das bisherige Image von Kaffee entstauben. Bilder von Frauen, die vor dem Kamin eine dampfende Tasse Kaffee trinken, kann und will doch keiner mehr sehen“, meint Annika, eine der Gründerinnen. „Unser Shopping-Club soll vor allem die jüngere Generation der qualitätsbewussten Kaffeetrinker ansprechen und dementsprechend haben wir unsere gesamte Corporate Identity nicht nur progressiv, sondern auch ein wenig provozierend gestaltet. Da kam uns der Totenkopf gerade recht,“ fügt sie schmunzelnd hinzu.
Das Ziel war damit klar, die Umsetzung aber eine andere Geschichte: „Wir kennen uns zwar gut mit Kaffee aus, aber von der professionellen Gestaltung eines Logos haben wir leider wenig bis gar keine Ahnung,“ so Carolin, die zweite Gründerin der Black Pirate Coffee Crew.

Ein Profi musste also her und Christian Effenberger wurde an Bord geholt. Der freischaffende Illustrator und Animator wurde 1981 in Marbach am Neckar geboren und studierte Kommunikationsdesign an der FH Mainz. Seinen Abschluss machte er 2008 mit einer Sehnenscheidenentzündung und dem Animationsfilm „Bad Habit, Little Rabbit“. Mittlerweile lebt und arbeitet er in München und illustrierte u.a. für die FAZ am Sonntag oder das Magazin NEON. Seit 2002 erscheint sein Comicstrip „Camgaroo & Flo“ regelmäßig im Camgaroo Magazin. Aufmerksamkeit erlangte er in letzter Zeit vor allem durch seine Illustration der Kinder-Schullektüre „Blutzella von Dracos“, das im Hase und Igel Verlag erschienen ist.

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Doch zurück zum Totenkopf-Logo. Nachdem Christian nicht nur als der passende Mann an Stift und Zeichenblock, sondern auch noch als großer Kaffeefreund enttarnt wurde, war klar, dass das Logo aus seiner Feder kommen sollte.

„Schon das Briefing machte Lust, das große Tuschefass aufzuschrauben. Piraten, Schädel, Kaffeebohnen und bitte in knallhartem Schwarz-Weiß. Auch, dass es nicht klinisch glatt sein musste, kam mir sehr entgegen. Im finalen Entwurf versuchte ich dann die richtige Balance zwischen Positiv- und Negativraum der einzelnen Elemente zu finden, da es sowohl auf dunklem als auch hellem Hintergrund funktionieren musste. Ich kann es mir auf jeden Fall aufgebrannt auf einem prallgefüllten Kaffeesack vorstellen, genauso wie auf meinem Oberarm,“ so Christian über seine Logo-Kreation.

„Auf das Beweisbild für das Oberarm-Tatoo warten wir zwar noch, aber über das Ergebnis seiner Arbeit freuen wir uns umso mehr. Wir finden, das Logo passt perfekt zu uns und allen, denen der Totenkopf darauf zu unheimlich ist, kann ich nur raten, einmal genauer hinzuschauen. Dann erkennt man nämlich das verschmitzte Grinsen, das unser Totenschädel im Gesicht trägt. Er ist nämlich genau wie wir Kaffeepiraten in friedlicher Mission unterwegs,“ meint Annika.

Für Neuigkeiten, Arbeitsproben und Kontakt zu Christian Effenberger seid ihr jederzeit hier willkommen.

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