Schweizer Kaffee: Rast und Pausa im Test

Johannes Lacker vom Kaffi Schopp Blog hat vor kurzem einen Onlineshop für schweizer Kaffees eröffnet. Nach dem Motto “Wir sind Eidgeniesser” fährt Johannes schon seit einiger Zeit über und durch die schweizer Berge, von Rösterei zu Rösterei, auf der Suche nach dem besten Kaffee. Daneben erzählt er ausführlich aus seinem Alltag als “Onlineshop-Gründer”, was für auch Kaffee-Nichtkenner spannend ist.

Zwei Espressi aus seinem Sortiment haben wir diese Woche getestet:

Der “Barista Espresso” von Rast Kaffee aus Ebikon

Preis: 7,90 Euro für 250 Gramm

Bohnen: 100% Arabica aus Guatemala, Kenia, Indonesien, Indien und Brasilien

Was uns positiv auffiel, war das Röstdatum an markanter Stelle der Kaffeepackung. Drei Wochen war er alt, was wir für einen Kaffee aus dem Versandhandel wirklich super finden. “Gourmet-Kaffeerösterei” nennt sich Rast, seit den vierziger Jahren röstet das Familienunternehmen schon Kaffee. Sie sollten also etwas von Ihrem Handwerk verstehen :-)

Zunächst irritierten uns die fünf Herkunftsländer, doch wunderbarer weise sind auf einem Etikett die verschiedenen Geschmacksträger, welche die jeweiligen Bohnen dem Espresso geben, genau vermerkt.

Wir rochen: Ein fruchtiges, herbes Aroma.

Wir sahen: traumhaft dunkel geröstete Bohnen, überzogen mit einer schön glänzenden Ölschicht. Und nach der Zubereitung eine sehr dichte, mittelbraune Crema.

Wir schmeckten: Eine angenehme Säure, süßlich nussigen Geschmack mit mittlerem Körper. Wunderbar: Der Espresso hinterlässt keinen pelzigen Nachgeschmack, ist also nicht adstringierend (um auch mal in den Fachjargon einzusteigen…)


Der “Espresso Bar” von Pausa Caffè

Der Pausa Caffè hat ein hübsches Etikett und verspricht optisch einiges, doch gleich fiel uns die spärliche Beschriftung der Etiketten auf. Neben dem Logo ist hier lediglich das Mindesthaltbarkeitsdatum vermerkt. Weder lese ich, welche Mischung ich vor mir habe, noch, woher die Bohnen kommen. Auch die Beschreibung der Herkunft der Bohnen auf der Website, Zentralamerika und Mittelamerika, sagt leider nicht viel aus.

Preis: 7,60 Euro für 250 Gramm

Bohnen: 70% Arabica-Bohnen und 30 % Robustabohnen aus Zentralamerika, Mittelamerika und Malabar in Indien

Wir rochen: ein dezentes, angenehm säuerliches, leicht erdiges Aroma

Wir sahen: Für einen Espresso sehr hell geröstete Bohnen. Nach der Zubereitung eine wunderbare Tigerhaut auf der dicken Crema.

Wir schmeckten: Einen sehr kräftigen, bitteren, aber leider flachen Geschmack. Es waren keine markanten Aromen festzustellen, auch kein Abgang, kein Nachgeschmack.

Nachdem das Aroma und die wunderbare Crema so viel versprachen, ist der Geschmack leider ein bisschen enttäuschend. In Kombination mit Milch ist der Espresso jedoch bestimmt eine schöne, kräftige Basis für einen guten Cappuccino.

Fazit: Espressofreunde sollten sich lieber dem Rast Barista Espresso widmen. Sowohl das Design der Verpackung, als auch Kennzeichnung haben uns überzeugt. Und, wichtigstes Kriterium, der Geschmack hält, was die Packung verspricht!

Auf der Shopseite von Johannes Lacker findet man übrigens ganz ausführliche Infos zu Röstung, Geschmack und Aroma eines jeden Kaffees. Auch über die Röstereien selbst wird berichtet - wirklich informativ.

Und: wer noch mehr Testberichte aus dem Sortiment des Kaffi Shopps lesen will, der kann direkt im Kaffee-Espresso-Trinken-Blog weiterstöbern.

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5 Responses to “Schweizer Kaffee: Rast und Pausa im Test”

  1. Arne Says:

    Der Johannes hat aber fleißig Kaffee verschickt. Den “Espresso Bar” von “Pausa Caffè” habe ich auch bekommen. Aus dem Hause „Rast“ habe ich den „Milano“ bekommen. Die beiden sind auch schuld daran, dass ich gestern recht aufgeregt durch unsere Wohnung gehüpft bin (Überdosierung).

    Ich bin deutlich sicherer darin Kaffees zu verkosten als Espresso und bin deswegen für euren tollen Test sehr dankbar. Wirklich super! Ich muss nur aufpassen, dass ich mich bei meiner Bewertung des „Pausa Café Bar“ nicht indoktrieren lassen ;-)

    Kann ein Espresso wirklich keinen Abgang habe?

    Passau/ München, das hört sich für einen Hamburger weit weg an! Es geht aber nach Deutschland zurück und nicht nach HH+ wir haben Freunde in München. Wir werden sehen :-)

    Viele Grüße und macht bitte mehr Kaffee und Espressotests,
    Arne

  2. Annika Says:

    Hi Arne,
    ja, die Kaffeeszene ist auf schweizer Kaffees umgestiegen :-) Wir müssen uns unbedingt einmal austauschen: wir sind die Espressotrinker, Du der Kaffeetrinker, das ergänzt sich ja perfekt.
    Zum Pausa: Ich hätte das auch nicht gedacht, aber ich konnte wirklich keine nennenswerten Geschmacksnuancen feststellen. Vielleicht ist das bei Dir anders? Ich bin wirklich gespannt!
    Hat Spaß gemacht, zwei so unterschiedliche Espressi zu testen.
    Grüße,
    Annika

  3. Kaffee-Tests – Espresso, Schümli und Mokka im Test « Kaffi Schopp Blog Says:

    [...] Kaffee, Espresso Milano – zum Bericht – angenehme Säure, süsslich nussiger Geschmack mit mittlerem Körper – ideal als [...]

  4. Barista Blog » Schweizer Espresso der glücklich macht Says:

    [...] Den Kompletten Test findest du hier. [...]

  5. Barista Blog » Der zweite Schweizer Espresso im Test Says:

    [...] mit den schwarzen Figuren neigt zur Genialität. Allerdings wünsche auch ich mir (wie Annika) eine ausführlichere [...]

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