
Über Andrej und Stefan von der Hambuger Rösterei Kaffeeleben und Ihre Epsressomarke Vicci Caffe haben wir bereits Anfang der Woche geschrieben. Und da wir die drei Espressi der Jungs in dieser und der nächsten Wochen in unserem Shop anbieten, wollen wir Euch natürlich so umfassend wie möglich darüber informieren. Also haben wir uns in die Küche gestellt, die eben reparierte Mühle erstmals wieder angeschmissen, gemahlen und gebrüht (bzw das hat dann die Maschine übernommen) und getestet.
Doch zunächst nochmal kurz zu Vicci Caffe selbst: Der Name ist ungewöhnlich und man denkt sofort an eine italienische Manufaktur oder einen italienischen Eigennamen. Dabei ist “Vicci” schlicht der Spitzname von Andrejs Bruder…so einfach kann Branding funktionieren. Das Etikett wurde bunt und ansprechend gestaltet – südländische Athmosphäre sollte es verbreiten und das tut es in der Tat. Aber nun schnell zu den Tests:

Espresso gold – der Einsteiger
Der Espresso gold besteht aus 100% ungewaschenen Arabicabohnen aus Brasilien, Indonesien, Kolumbien und Guatemala. Vicci selbst bezeichnet den Espresso als schokoladig, aromatisch mit einem harmonischen Wechselspiel zwischen Säure und Süße, Kraft und Weichheit.
Wir sahen: Gleichmäßige, in einem tollen, dunkelbraunen Ton geröstete Bohnen. Eine recht helle Crema, die aber eine sehr feste Konsistenz hatte und sich schön am Tassenrand festsetzte.
Wir rochen: Ein nussiges, ganz dezent holziges Aroma mit einer leichten, fruchtigen Säure.
Wir schmeckten: Einen herb würzigen Espresso mit mittlerem Körper und einem sehr angenehmen Abgang. Die Säure, die wir noch rochen, nehmen wir im Geschmack fast nicht mehr wahr, was wir aber sehr positiv finden.
Ein schöner Espresso, toll auch für Freunde der Robustabohne da sehr säurearm. Das beschriebene Wechselspiel aus Säure und Süße, Kraft und Weichheit ist absolut zutreffend. Wir empfehlen ihn pur!

Espresso rot – für wagemutige Leichtmatrosen
Der Espresso rot besteht zu 80% aus Arabicabohnen aus Brasilien (Yellow Bourbon Arabica aus Minas Gerais) und Guatemala und zu 20% aus Robustabohnen aus Indien. Vicci selbst bezeichnet den Espresso als aufregend samtig mit einer Kakaonote.
Wir sahen: Dunkel geröstete, schön ölige Bohnen. Eine sehr dichte, karamellige Crema, die ewig hält.
Wir rochen: Ein dezentes Aroma mit einer feinen Säure.
Wir schmeckten: Einen vollen Körper, einen kräftig würzigen Geschmack mit feiner Schokonote und einem langen, starken Abgang.
Ein toller Espresso für die, die es etwas kräftiger mögen. Wir finden, er ist mehr ein Sonntagsespresso, als einer für jeden Tag. Wir mochten ihn auch als Espresso Macchiato.

Espresso schwarz – für raue Burschen
Der Espresso schwarz besteht zu 75% aus Arabicabohnen aus Kolumbien und Brasilien und 25 % Robustabohnen aus Togo. Vicci selbst beschreibt den Espresso als außergewöhnlich, intensiv kraftvoll und mit Ecken und Kanten.
Wir sahen: Sehr satt dunkel geröstete Bohnen mit einer dicken Ölschicht. Toll! Eine wahnsinnige Crema, die sich nie aufzulösen schien.
Wir rochen: Ein würzig, fruchtiges Aroma.
Wir schmeckten: Einen schön fruchtigen (nicht sauren!), leicht nussigen, sehr kraftvollen Geschmack mit einem vollen Körper. Caro schmeckte im Abgang Lakritz, ich Schokolade.
Ein wirklich eckiger und kantiger Espresso für absolute Freunde der starken Shots! Da wir Espressi mit Robustaanteil lieben, mochten wir ihn sehr gerne. Toll kommt er auch im Cappuccino zur Geltung.
Unser Fazit: Wir sahen, wir rochen, wir schmeckten und sie siegten! Eine sehr vielfältige Kombination haben Andrej und Stefan da zusammengestellt. Es macht Spaß jeden der drei Epsressi zu trinken. Auch wenn Caro und ich mehr zu rot und schwarz tendieren…Der Espresso gold wird von Mal zu Mal auch für uns interessanter.
Die drei Espressi gibts bei uns noch bis zum 1.2.2o1o für 5,95 Euro á 250 Gramm oder im Probierset für 14,95 Euro.
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